Grüne kritisieren politische Instrumentalisierung des Unternehmenswegzugs – Falschdarstellungen
schaden dem Wirtschaftsstandort Lüdenscheid
Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Lüdenscheid nimmt mit Besorgnis zur Kenntnis, dass
der angekündigte Umzug der Morpheus Logistik GmbH nach Dortmund offenbar für parteipolitische
Zwecke instrumentalisiert wird. In der Berichterstattung der Lüdenscheider Nachrichten vom 25. Juli
2025 wurden Behauptungen des Unternehmers Norman Koerschulte verbreitet, die ein
unzutreffendes Bild der städtischen Wirtschaftsförderung zeichnen.
Besonders kritisch bewertet die Fraktion die Tatsache, dass auf dem begleitenden Pressefoto der
Unternehmer gemeinsam mit dem CDU-Vorsitzenden Christof Weiland sowie der angeblich
unabhängigen Bürgermeisterkandidatin Melita Alzorba zu sehen ist. „Die Darstellung erweckt den
falschen Eindruck einer systematischen Vernachlässigung der Wirtschaftsinteressen durch die
Stadtverwaltung. Mittlerweile hat der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG),
Holger Moeser, die Aussagen von Herrn Koerschulte glaubhaft als unzutreffend zurückgewiesen.
Wir stellen mit Bedauern fest, dass die CDU mit Halbwahrheiten eine negative Stimmung gegen die
Wirtschaftsförderung unserer Stadt schürt. Dass Frau Alzorba als vermeintlich unabhängige
Bürgermeisterkandidatin an dieser Inszenierung teilnimmt, lässt ihre proklamierte
Parteiunabhängigkeit mehr als fragwürdig erscheinen.
Die Grünen-Fraktion betont, dass eine sachliche und faktenbasierte Diskussion über
Wirtschaftsstandortfragen im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger sei. Wir erwarten von allen
Kandidierenden für das Bürgermeisteramt ein Höchstmaß an Sachlichkeit und Integrität. Billige
Polemik und Stimmungsmache schaden nicht nur dem politischen Diskurs, sondern letztlich auch
dem Wirtschaftsstandort Lüdenscheid insgesamt.“
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern alle beteiligten Akteure auf, zur sachlichen Debatte
zurückzukehren und die tatsächlichen Herausforderungen der lokalen Wirtschaftsförderung
konstruktiv zu diskutieren.
PRESSEMITTEILUNG zur Berichterstattung vom 27.07.25 „Innovation trifft Ignoranz“
